
Dachzelt auf Pickup: auf die Kabine, aufs Hardtop oder auf ein Bedrack?
Pickup und Dachzelt: klingt wie füreinander gemacht. Bis du mit dem Zelt neben dem Auto stehst und dich fragst, wo das Ding eigentlich hin soll. Aufs Kabinendach? Aufs Hardtop? Auf ein Gestell über der offenen Ladefläche? Alles drei geht. Alles drei hat Nachteile. In diesem Artikel stellen wir die Optionen für ein Dachzelt auf dem Pickup nebeneinander, inklusive dem Punkt, an dem es meistens schiefgeht: der Dachlast.
Erst mal: Was wiegt so ein Zelt?
Ein Hartschalen-Dachzelt ist kein Kopfkissen. Unsere drei Modelle wiegen geschlossen:
| Modell | Gewicht | Geschlossen (cm) | Personen |
|---|---|---|---|
| Dune | 60,5 kg | 212 × 131 × 11,6 | 2 |
| Oasis | 66 kg | 213 × 151 × 11,5 | 2 bis 3 |
| Savannah | 74 kg | 212 × 145 × 13,8 | 2 bis 3 |
Merk dir vor allem die Länge: gut zwei Meter. Das wird gleich wichtig, denn die Ladefläche eines Double Cab ist kürzer.
Option 1: Dachzelt auf dem Kabinendach
Der Klassiker. Zwei Dachträger auf die Kabine, Zelt drauf, fertig.
Vorteile: Die Ladefläche bleibt komplett frei, du brauchst kein Hardtop und es ist der günstigste Weg. Dachträger gibt es für praktisch jeden Pickup.
Nachteile: Das Kabinendach eines Double Cab ist kurz. Ein Zelt mit 212 Zentimetern steht bei den meisten Pickups vorne oder hinten über. Nach hinten ist das in Ordnung, dann hängt es über der Ladefläche. Aber das Zelt sitzt jetzt am höchsten Punkt des Autos: Du kletterst am weitesten und merkst es in Kurven am deutlichsten. Und die Dachlast einer Pickup-Kabine ist oft niedriger, als man hofft. Verlass dich auf die Herstellerangabe, nicht aufs Bauchgefühl.
Option 2: Dachzelt auf dem Hardtop
Dazu bekommen wir die meisten Fragen. Ein Hardtop (auch Canopy genannt) schließt die Ladefläche ab. Setzt du das Dachzelt obendrauf, hast du einen abgeschlossenen Stauraum unter dem Bett und ein Zelt auf Kabinenhöhe. Schlafzimmer oben, Garage drunter.
Vorteile: Deine Sachen liegen trocken und hinter Schloss. Das Zelt sitzt ungefähr auf Höhe des Kabinendachs, das Auto wird also nicht höher als bei Option 1. Und das Ganze wirkt wie ein Aufbau aus einem Guss, nicht wie ein Zelt, das obendrauf geklebt wurde.
Nachteile: Nicht jedes Hardtop trägt das Gewicht. Und das ist die ganze Geschichte.

Kunststoff- oder Alu-Hardtop?
Grob gibt es zwei Sorten Hardtops.
Kunststoff-Hardtops (ABS oder GFK). Schön glatt, oft in Wagenfarbe. Aber das Dach ist meist für zwei Dachträger mit einem Fahrrad gemacht, nicht für 74 Kilo Zelt plus zwei schlafende Menschen. Frag den Hersteller nach der Dachlast, und frag zweimal: fahrend und stehend.
Alu-Hardtops. Massiver gebaut, mit einem Dach, das vom Reißbrett an für ein Rack und ein Zelt gedacht ist. Das ist der Typ, den du auf Overland-Pickups siehst, und der Typ, an dem wir selbst gerade arbeiten.
Auch beim Alu-Hardtop gilt: Die Dachlast legt der Hardtop-Hersteller fest, nicht der Zeltverkäufer. Lass dir statische und dynamische Dachlast immer schriftlich geben.
Statisch oder dynamisch, in einem Absatz
Die dynamische Dachlast ist das, was das Hardtop (oder dein Dach) während der Fahrt tragen darf: Zeltgewicht plus Rack. Die statische Dachlast gilt im Stand: Zelt, Rack und zwei Personen, die drin liegen. Der statische Wert ist fast immer deutlich höher als der dynamische, weil dann keine Schlaglöcher, Bremsmanöver und Kurven dazukommen. Beide Werte musst du kennen. Die ausführliche Erklärung mit Rechenbeispiel findest du in unserem Dachlast-Check, immer ohne Gewähr.
Passt das Zelt überhaupt aufs Hardtop?
Hier kommt die Länge zurück. Die Ladefläche eines europäischen Double Cab ist grob anderthalb Meter lang. Ein Zelt mit 212 bis 213 Zentimetern steht also rund 50 bis 60 Zentimeter über das Hardtop hinaus. Nach vorne, über die Kabine, ist das völlig in Ordnung: Das Zelt hängt dann über dem Kabinendach und stört nirgends. Nach hinten, über die Heckklappe hinaus, lieber nicht. Dann lässt sich die Klappe schlecht öffnen und es hängt Gewicht außerhalb der Auflagepunkte.
Achte auch auf die Breite. Die Oasis ist geschlossen 151 Zentimeter breit und hat einen Seiteneinstieg: Die Leiter steht also neben dem Auto. Beim Hardtop ist das meist kein Problem, aber miss nach, ob die Leiter nicht auf dem Trittbrett oder dem Radkasten landet.
Option 3: Dachzelt auf einem Bedrack über der offenen Ladefläche
Kein Hardtop, sondern ein Gestell aus Stahl oder Aluminium in oder über der Ladefläche, mit dem Zelt obendrauf. Das siehst du oft bei Leuten, die die Ladefläche für ein Quad, ein Motorrad oder einfach eine Ladung Sand offen halten wollen.
Vorteile: Das Zelt kann tief sitzen, manchmal auf Kabinenhöhe oder knapp darunter. Tieferer Schwerpunkt, weniger Wind, weniger Kletterei. Und die Ladefläche bleibt teilweise nutzbar.
Nachteile: Alles unter dem Zelt liegt im Regen. Und ein Bedrack muss wirklich an der Ladefläche verschraubt sein, nicht an der Kunststoffwanne.
Unser Bedrack: das SAN HIMA Universal Tub Rack
Für diese Option haben wir ein Rack im Sortiment, das auf praktisch jeden Pickup passt: das SAN HIMA Universal Tub Rack. Pulverbeschichteter Stahl, 3 mm stark, in der Breite von 135 bis 170 cm und in der Höhe von 37 bis 53 cm verstellbar, passt also auf Double Cab, Extra Cab und Single Cab. Tragkraft: 300 kg dynamisch (fahrend) und 500 kg statisch (stehend). Mit 60,5 bis 74 Kilo Zelt bist du da deutlich drunter, auch mit zwei Schläfern. Hinten sitzen zwei LED-Arbeitsleuchten, praktisch beim Beladen im Dunkeln. Du montierst es selbst, oder wir machen das, wenn du in Hoogwoud abholst.
Die drei Optionen im Vergleich
| Kabinendach | Hardtop | Bedrack | |
|---|---|---|---|
| Ladefläche frei | Ja, komplett | Nein, aber geschlossen und trocken | Teilweise |
| Gepäck trocken und abschließbar | Nein | Ja | Nein |
| Höhe des Zelts | Höchste Option | Kabinenhöhe | Kabinenhöhe oder tiefer |
| Zusatzkosten neben dem Zelt | Dachträger | Hardtop + Rack (besorgen wir) | Tub Rack (haben wir) |
| Größtes Risiko | Dachlast Kabine, Überstand | Dachlast Hardtop | Befestigung an der Ladefläche |
Was wir daraus machen
Wir verkaufen Dachzelte, haben das SAN HIMA Tub Rack im Sortiment und besorgen dir das Hardtop. Wir arbeiten mit Alu-Hardtops für die Pickups, die man in Deutschland und den Niederlanden am häufigsten sieht: Ford Ranger, Toyota Hilux und Isuzu D-Max. Zeltfertig, also mit Rack und Montagepunkten. Weil ein Hardtop je nach Modell und Baujahr anders ausfällt, steht es nicht als einzelner Artikel im Shop: Wir besorgen es auf Anfrage, passend zu deinem Auto und deinem Zelt.
Willst du wissen, was bei deinem Pickup geht? Schreib uns oder ruf einfach an: +31 6 28075883, oder per Mail an inge@vandijkmultiservice.nl. Schick Marke, Modell und Baujahr mit, dann schauen wir gemeinsam, welche Kombination aus Zelt, Hardtop und Rack passt und was sie kostet. Wer in Hoogwoud abholt, bekommt kostenlose Montagehilfe, und wir liefern stärkere Schrauben mit als Standard.
Noch unsicher, welches Zelt? Schau dir die Dune an (2 Personen, leichtestes Modell), die Oasis (Seiteneinstieg, 2 bis 3 Personen) oder die Savannah (höchster Innenraum), oder nutz unsere Entscheidungshilfe. Willst du oben auf dem Zelt noch etwas mitnehmen, gibt es die Heavy-Duty Dachstange.

Häufige Fragen
Kann ein Dachzelt aufs Hardtop?
Ja, wenn das Hardtop dafür gebaut ist. Lass dir vom Hardtop-Hersteller die dynamische und statische Dachlast schriftlich geben und vergleiche sie mit dem Zeltgewicht (bei uns 60,5 bis 74 Kilo) plus Rack plus Schläfern. Alu-Hardtops sind in der Regel dafür ausgelegt, Kunststoff-Hardtops oft nicht.
Wie viel Dachlast hat mein Pickup?
Das steht in den Herstellerunterlagen deines Autos und unterscheidet sich je nach Modell und Baujahr. Mach unseren Dachlast-Check für eine erste Einschätzung, ohne Gewähr. Beim Hardtop zählt die Angabe des Hardtop-Herstellers, nicht die des Autos.
Passt ein Dachzelt mit 212 cm auf einen Double Cab?
Auf dem Hardtop oder einem Bedrack steht es rund einen halben Meter nach vorne über, über der Kabine. Das ist normal und kein Problem. Achte darauf, dass es nicht über die Heckklappe hinausragt.
Ist ein Dachzelt auf dem Pickup höher als auf einem SUV?
Auf dem Kabinendach eines Pickups meistens ja. Auf einem Hardtop oder Bedrack sitzt das Zelt auf Kabinenhöhe, vergleichbar mit einem Zelt auf einem SUV mit Dachträgern.
Besorgt ihr auch das Hardtop?
Ja. Alu-Hardtops für Ford Ranger, Toyota Hilux und Isuzu D-Max besorgen wir auf Anfrage, zeltfertig mit Rack. Für die offene Ladefläche haben wir das SAN HIMA Universal Tub Rack im Sortiment. Ruf an oder schreib uns mit Marke, Modell und Baujahr für Möglichkeiten und Preis.

